Dieser Vorgang kann bis zu 5 Minuten dauern.
bitte warten ...
Es ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

schliessen
Bücher zu Psychotherapie für Trauma, Traumatherapie und Psychotraumatologie aus dem Klett-Cotta Verlag
 
Volltextsuche: erweiterte Suche   anmelden
 
ganzes Wort Groß- und Kleinschreibung beachten
Suche in: PSYCHE FAMILIENDYNAMIK KINDERANALYSE TRAUMA & GEWALT
  MERKUR MUSIK & ÄSTHETIK KONFLIKTDYNAMIK  
  Autor/in: Titelstichwort: Schlagwort:
Trauma & Gewalt 2015 Heft 01
Download Cover pdf - jpg

Download gesamtes Heft:       

Print-Ausgabe:  Heft kaufen 

Editorial
 
 
  Schmid, Marc; Fegert, Jörg M.
    1  -  1
 
Forum
 
 
  Eckart, Wolfgang U.
Kommentar zum Zeitgeschehen
Deutschland trauert um eine junge Deutsch-Türkin – Wie gewalttätig ist diese Republik gegen Frauen?
    4  -  5
 
Wissenschaft
 
 
  Steinlin, Célia; Dölitzsch, Claudia; Fischer, Sophia; Lüdtke, Janine; Fegert, Jörg M.; Schmid, Marc
Burnout, Posttraumatische Belastungsstörung und Sekundärtraumatisierung
Belastungsreaktionen bei pädagogischen Fachkräften in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen der Schweiz
    6  -  21
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
In Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen stellen Grenzverletzungen gegenüber den Mitarbeitenden ein häufiges Problem dar. Die Prävalenz möglicher Belastungsreaktionen wurde bei 319 pädagogischen Fachkräften aus Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in der Schweiz erfasst. Die Stichprobe zeigte deutliche Symptome in den Bereichen Burnout (18 % mit Burnout-Verdacht), Posttraumatische Belastungsstörung (2 % mit Symptomatik nach eigenem belastendem Erlebnis) und Sekundärtraumatisierung (7 % mit Symptomatik nach gehörtem/gelesenem Erlebnis der Kinder und Jugendlichen). Es wird die Wichtigkeit einer adäquaten Versorgung der Mitarbeitenden und die Anwendung von traumapädagogischen Konzepten diskutiert.
Summary:
Burnout, Post-Traumatic Stress Disorder and Secondary Trauma – Stress reactions in staff of Swiss child and adolescent welfare institutions
In child and adolescent welfare institutions, violations of their personal boundaries are a frequent problem encountered by the staff. A study involving 319 educational staff members working at Swiss child and adolescent welfare institutions was undertaken to establish the prevalence of potential stress responses. The sample displayed clearly discernible symptoms of burnout (18 % of the sample with suspected burnout), PTSD (2 % with symptoms after an alarming event) and secondary trauma (7 % with symptoms after hearing or reading about a stressful event experienced by a child/adolescent). The article discusses the importance of adequate support for the staff and the use of trauma-sensitive strategies.
 
 
  Steinlin, Célia; Fischer, Sophia; Dölitzsch, Claudia; Fegert, Jörg M.; Schmid, Marc
Pädagogische Arbeit in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, eine gefahrgeneigte Tätigkeit
Ergebnisse einer epidemiologischen Studie
    22  -  33
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Die Jugendhilfe leidet unter Fachkräftemangel und verzeichnet viele Arbeitsausfälle sowie eine hohe Personalfluktuation. Bisher gibt es wenig Forschung zu konkreten Belastungen und persönlichen Grenzverletzungen, denen pädagogische Fachkräfte in ihrem Arbeitsalltag ausgesetzt sind. Um diese Belastungen zu erfassen, wurden 319 pädagogische Mitarbeitende in Schweizerischen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen mittels Fragebögen befragt. Es zeigte sich, dass 91 % aller Mitarbeitenden in den vergangenen drei Monaten Grenzverletzungen und andere berufliche Belastungen erlebt hatten. Am häufigsten wurden Beschimpfungen (79 %), verbale Drohungen (53 %) und tätliche Angriffe (24 %) berichtet. Es wird diskutiert, welchen Einfluss die Psychopathologie der teilweise schwer traumatisierten Kinder und Jugendlichen hat, und es werden Überlegungen zum Einfluss von traumapädagogischen Ansätzen und zur besseren Versorgung der Mitarbeitenden angestellt.
Summary:
The Risks of Educational Work in Child and Adolescent Welfare Institutions – Results of an epidemiological study
Child and adolescent welfare institutions have difficulty finding staff and report high employee accident and fluctuation rates. There has been little research on the stress factors and personal boundary violations that educational staff are exposed to in daily routines. To find out more about the stress factors involved, 319 educationalists working in child and/or adolescent welfare institutions were asked to respond to questionnaires. It transpired that 91 % of them had experienced personal boundary violations and other kinds of occupational stress in the previous three months. The most frequent instances they referred to were verbal abuse (79 %), verbal threats (53 %) and physical assault (24 %). The article discusses the role played in this by the psychopathology of the children/adolescents, many of whom suffered from severe traumas. It also emphasizes the importance of trauma-sensitive care strategies as a way of improving support for the staff.
 
 
  Schmid, Marc; Steinlin, Célia; Fegert, Jörg M.
Die Rekonstruktion des »sicheren Ortes«
Überlegungen zum Umgang mit grenzverletzendem Verhalten gegenüber pädagogischen Mitarbeitenden
    34  -  47
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Grenzverletzungen gegenüber Mitarbeitenden sind in der stationären Jugendhilfe weit verbreitet. Über 90 % der Mitarbeitenden berichteten über mindestens eine Grenzverletzung während der letzten drei Arbeitsmonate. Auch auf (kinder- und jugend-)psychiatrischen Stationen werden Mitarbeitende häufig mit der Verletzung ihrer persönlichen Grenzen konfrontiert. Der folgende Beitrag reflektiert den Umgang mit Grenzverletzungen in stationären Settings und den Prozess, den »sicheren Ort« für alle Beteiligten wieder zu rekonstruieren. Neben der Bedeutung der emotionalen Versorgung aller Beteiligten, wird in diesem Beitrag aufgezeigt, wie wichtig es ist, auf schwere Grenzverletzungen vorbereitet zu sein und haltgebende und versorgende Strukturen für den Ernstfall zu implementieren, um den Fachkräften die notwendige Sicherheit zu geben und eine zielführende Aufarbeitung auf Ebene des Kindes, der Mitarbeitenden und der Institution einzuleiten.
Summary:
Reconstructing the »Safe Place« – Proposals for dealing with boundary violations vis-à-vis employees in youth welfare institutions
Violations of employees’ personal boundaries are common in youth welfare institutions. Over 90 % of staff questioned report at least one such incident in the previous three months. Much the same applies to people working with children and adolescents in psychiatric wards. Reflecting on the management of such violations in inpatient settings, the authors reflect on the reconstruction of a »safe place« for everyone involved. Alongside the emotional support thus generated, the article enlarges on the importance (a) of preparing staff for severe boundary violations and (b) of establishing stabilising and supportive structures that can be implemented in emergency cases. This not only provides employees with the security they need, it also initiates effective management at various levels, i. e. for the children, the staff and the institution itelf.
 
 
  Schmid, Marc; Lang, Birgit
Die traumapädagogische Interaktionsanalyse als Mittel der Fallreflexion
    48  -  65
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Die regelmäßige, stetig wiederkehrende Reflexion von Fällen der milieutherapeutischen Fachkräfte in (teil-)stationären Settings ist ein wesentlicher Aspekt bei der Vermittlung einer förderlichen pädagogischen Haltung. Erfolgreich geführte Fallbesprechungen und Supervisionen erhöhen die Selbstwirksamkeit der Fachkräfte in ihren oft heraufordernden Interaktionen. Dies gelingt, indem durch die Reflexion der auslösenden Situation, von tieferliegenden Motiven und biographischen Lebenserfahrungen »gute Gründe« für das Problemverhalten identifiziert werden, um daraus alternative Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Im folgenden Beitrag wird eine Systematik zur Fallreflexion vorgestellt, die sich auf konkrete schwierige Interaktionen mit einem bestimmten Klienten konzentriert. Der Leitfaden fokussiert auf potentielle Reaktionen aus Perspektive der Psychotraumatologie: auf Kampf- und Fluchtimpulse, dissoziative Reaktionen, Beziehungsbedürfnisse sowie die Reinszenierung von Grenzverletzungen in der Gegenübertragung. Diese Methode kann von Einzelpersonen zur Selbstreflexion angewendet oder zur Strukturierung und Ergebnissicherung von Fallbesprechungen und -supervisionen in Teams herangezogen werden und bringt in der Regel konkrete Handlungsideen hervor.
Summary:
Trauma-Sensitive Interaction Analysis as a Medium for Case Reflection
Regular, recurrent reflection on cases involving milieu-therapeutic professionals in inpatient settings (fully or in part) is an essential contribution to cultivating an advantageous pedagogical attitude on their part. Fruitful case discussions and supervisions enhance the self-efficacy of these professionals in their frequently challenging interactions with patients. »Good reasons« are identified for the problematic behaviour displayed by patients, an invaluable asset in working out potential alternatives to that behaviour. This identification process is guided by reflection on the situation that has triggered the behaviour and on the concealed motives and biographical life experiences underlying it. The article outlines a systematic procedure instituting reflection on a specific case, in this instance difficult interactions with a specific patient. The outline is psychotraumatological in nature, focusing from this perspective on potential responses such as fight or flight impulses, dissociative reactions, the need for interpersonal relations and the reenactment of boundary violations in countertransference. The method can be used by individual professionals or drawn upon by teams to structure case discussions and supervisions and ascertain the results arising from them. Normally the method is effective in producing concrete ideas for remedial action.
 
Aus der Praxis
 
 
  Urtz, Alexander
Nach dem Infarkt
Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen mit EMDR in Folge einer Herzerkrankung
    66  -  78
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Herzerkrankungen sind die Haupttodesursache in der westlichen Welt. In Deutschland werden pro Jahr über 2 800 000 Patienten wegen einer Herzerkrankung behandelt.
10 bis 30 % dieser Patienten mit einer Herzerkrankung entwickeln in der Folge eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Speziell monotraumatische Ereignisse, zu denen auch Herzerkrankungen zu zählen sind, können mit Eye Movement and Desensitization (EMDR) gut behandelt werden. Das Standard Protokoll des EMDR wurde den speziellen Bedürfnissen dieser Patientengruppe und dem stationären Setting einer Rehabilitationsklinik angepasst. In einer ausführlichen Falldarstellung wird die Arbeit mit dem ›EMDR Protokoll für Herz-Kreislauf Patienten im stationären Setting‹ veranschaulicht.
Summary:
Treatment of PTSD with EMDR after CVD
Cardiovascular Diseases (CVD) are the main cause of death in the western world. In Germany more than 2 800 000 patients with CVD are getting medical treatement in hospital every year. 10 to 30 % of them are suffering from PTSD caused by CVD. PTSD caused by CVD could be considered mostly as a monotrauma or single-blow trauma. These are much easier to treat than multiple trauma or complex PTSD. EMDR is a special method for treating trauma. The standard protocol of EMDR has been adapted to the special needs of CVD patients in the stationary setting of a rehabilitation clinic. In a detailed case study the ›The EMDR protocol after traumatic cardiovascular diseases (CVD) for the stationary setting‹ is illustrated.
 
Forum
 
 
  Rüegg, Johann Caspar
Traumagedächtnis und Optogenetik – Licht ins Dunkel des Unbewussten
    80  -  83
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Bei traumatischen Erfahrungen wird die Angst (als Emotion) im Mandelkern (Amygdala) gespeichert, der Kontext jedoch, in dem das negative Ereignis stattfindet, im Hippocampus. Aktuelle optogenetische Studien an gentechnisch manipulierten, furchtkonditionierten Mäusen zeigen, dass die traumatischen Gedächtnisspuren im Gehirn (Engramme) durch Licht reaktiviert werden können und dabei – beim Erinnern – wieder labil werden. Kurz, die Engramme »dekonsolidieren«. Dank dieser temporären neuronalen Plastizität lassen sich während der »Rekonsolidierung« die Erinnerungen an (zum Beispiel) den Kontext eines Traumas durch neues Lernen nachweisbar verändern bzw. aktualisieren, sozusagen überschreiben, ja sogar verfälschen (»false memories«, s. Ramirez et al., 2013), zumindest bei Mäusen. Laut Schiller (2010) kann ein reaktiviertes Furchtgedächtnis aber auch bei traumatisierten Patienten durch »Überschreiben der Gedächtnisspur« mit neuen (positiven) Informationen verändert, aktualisiert und sogar »gelöscht« werden.
Summary:
Trauma and Optogenetics – Shedding light on the unconscious mind
Fear memories are stored unconsciously in the brain, predominantly in the temporal lobe and more specifically in defined neurons (so-called neuronal assemblies) of the amygdala and in the hippocampal region. Optogenetics is a powerful tool in influencing the activity of these neurons with light. In recent preclinical studies, neuroscientists have used this new technique to retrieve and even alter traumatic memories. Optogenetic stimulation of contextual hippocampal memory has proved capable of reactivating fear memory recalls. But due to the neuronal plasticity of the engrams retrieved (»deconsolidation«), it can also be used to »erase« or update fear memory traces and indeed to create a »false« memory (Ramirez et al. 2013). The use of memory update mechanisms during the reconsolidation of engrams has made it possible to extinguish and even prevent the return of fear in traumatised humans (Schiller at al. 2010, 2013). Cooperation between psychologists, clinicians and neuroscientists can be expected to enhance the understanding of trauma and improve the treatment of trauma patients.
 
 
  Mitteilungen der DeGPT
    84  -  85
 
 
  Mitteilungen der GPTG
    86  -  87
Die Zeitschrift Trauma & Gewalt jetzt abonnieren, mit Online-Abonnement