Dieser Vorgang kann bis zu 5 Minuten dauern.
bitte warten ...
Es ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

schliessen
Bücher zu Psychotherapie für Trauma, Traumatherapie und Psychotraumatologie aus dem Klett-Cotta Verlag
 
Volltextsuche: erweiterte Suche   anmelden
 
ganzes Wort Groß- und Kleinschreibung beachten
Suche in: PSYCHE FAMILIENDYNAMIK KINDERANALYSE TRAUMA & GEWALT
  MERKUR MUSIK & ÄSTHETIK KONFLIKTDYNAMIK  
  Autor/in: Titelstichwort: Schlagwort:
Trauma & Gewalt 2014 Heft 03
Download Cover pdf - jpg

Download gesamtes Heft:       

Print-Ausgabe:  Heft kaufen 

Editorial
 
 
  Gahleitner, Silke Birgitta
    177  -  177
 
Wissenschaft
 
 
  Gahleitner, Silke Birgitta; Reddemann, Luise
Trauma und Geschlecht – ein Verhältnis mit vielen Schattierungen
    180  -  190
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Dass die Kategorie Geschlecht unser Leben und unsere Identität durchdringt und mitbestimmt, lässt sich auf der Basis umfangreicher Geschlechterstudien über viele Disziplinen hinweg nicht mehr von der Hand weisen. Dennoch wird immer wieder heftig diskutiert, ob überhaupt und wie genau sich biologische und soziale Geschlechtsmerkmale, -konstruktionen und -bilder in spezifischen Bereichen niederschlagen. Die Erfahrung und Bewältigung komplexer Traumatisierung bei Mädchen und Jungen bzw. Männern und Frauen ist besonders stark von geschlechtsspezifischen Spekulationen und widersprüchlichen Forschungsergebnissen geprägt. Für den Umgang mit Geschlechtsidentität und Geschlechterkonstruktionen im Behandlungsverlauf komplexer Traumata bieten die Ergebnisse jedoch wichtige Anhaltspunkte. Der Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand und veranschaulicht die Zusammenhänge an einigen Praxisbeispielen.
Summary:
Gender and Trauma – a relationship with many aspects
The results of a large body of gender studies conducted by many different disciplines clearly show that gender is a category that strongly influences our lives and identities. However, there is still considerable controversy as to whether the biological sex characteristics and social characteristics, constructions and images of gender find expression in various specific areas. Research on girls’ and boys’ and also men and women’s experiences of and modes of coping with complex traumatisation is one area in which there has been much speculation regarding gender-specificity and results have been contradictory. However, this branch of research nonetheless provides us with important evidence that can help to guide our approach to gender identity and gender constructions in the treatment of complex trauma. This article gives an overview of the current state of the art and provides case examples that illustrate the associations shown by research.
 
 
  Scheffler, Sabine; Gerlich, Katharina
Trauma und Gender – noch immer ein blinder Fleck?
Kritische Betrachtungen zur Traumaforschung und -behandlung aus der Geschlechterperspektive
    192  -  200
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Interpersonelle Trauma- und Gewalterfahrungen – insbesondere im sozialen Nahraum – sind von Dominanz und Unterwerfungsdynamiken geprägt. Das gilt vor allem für die Thematik Gewalt im Geschlechterverhältnis. Genderaspekte werden jedoch im Traumadiskurs nicht angemessen reflektiert, sondern stattdessen in psychopathologische Symptomatik und persönliches Leid aufgelöst. Der Artikel reflektiert den immer wieder durchbrochenen Gewalt- und Machtdiskurs in der Traumaarbeit und zeigt auf, dass es neben vielen konstruktiven Entwicklungen auch immer wieder zur Leugnung zentraler Gewaltdynamiken und Machtverhältnisse kommt.
Summary:
Trauma and gender – still a blind spot? Some critical thoughts on trauma research and treatment from a gender perspective
Experiences of interpersonal trauma and violence – especially those that occur in intimate social contexts – are pervaded by dynamics of dominance and submission. This particularly applies to the issue of violence in the relationship between the sexes. However, gender aspects have not been adequately reflected upon in the discourse on trauma, but rather reduced to psychopathological symptoms and personal suffering. This article presents a reflection on the repeated ruptures of the discourse on violence and power in trauma work and shows how central dynamics of violence and power come to be denied again and again, despite the many constructive developments.
 
 
  Kavemann, Barbara; Rothkegel Sibylle
Trauma Sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend
Vergessen und Erinnern – Sprechen und Schweigen
    202  -  213
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
In einer bundesweiten Untersuchung zur Offenbarungsbereitschaft nach sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend wurden 58 qualitative, teilnarrative Interviews mit Frauen und Männern geführt. Die InterviewpartnerInnen berichteten über sexuellen Missbrauch in unterschiedlichem Kontext und zu unterschiedlichen Zeiten. Der Beitrag gibt einen kurzen historischen Abriss über die Entwicklung des gesellschaftlichen Diskurses zu sexuellem Missbrauch und präsentiert erste Ergebnisse der Auswertung. Unterschiedliche Motive für das oft sehr lange Schweigen von Betroffenen werden vorgestellt und Offenbarung als ein prozesshaftes, interaktives Geschehen verstanden. Dargestellt werden die Ambivalenz von – fragmentarischem – Erinnern, Verdrängen, Schweigen und Sprechen sowie die Relevanz der individuellen wie der gesellschaftlichen Resonanz auf die Offenbarung. Psychische, somatische und soziale Folgen dieser traumatischen Widerfahrnisse werden systematisch in sechs Sequenzen beschrieben.
Summary:
The trauma of sexualized violence in childhood and adolescence. Forgetting and remembering – Disclosure and silencing
In a national survey on disclosure of sexualized violence in childhood and adolescence in Germany, 58 qualitative, semi-narrative interviews were conducted with 58 survivors, 44 female and 14 male. Participants reported sexual abuse in various contexts and at varying age. The article gives a brief historical overview of the development of the discourse on sexual abuse in German society and presents first results of the data analysis. Differing motives reported by the interviewees as to why they kept silent about their experiences, often for very long periods, are presented. Disclosure is understood as an interactive process. Descriptions of ambivalence about – fragmentary – memories, repression, »keeping mum« and speaking out and the relevance of the responses of both individuals and society to disclosure are presented. Mental, somatic and social sequelae of these traumatic experiences are described systematically in six sequences.
 
 
  Völschow, Yvette
Gewalt gegen Frauen in ländlichen Räumen
Sozialräumliche Implikationen für Prävention und Intervention
    214  -  220
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Partnergewalt gegen Frauen wurde bislang kaum mit Blick auf eine räumliche Differenzierung der Interventionsbedingungen thematisiert. Im folgenden Beitrag wird das Phänomen auf der Basis gezielt aufbereiteter Polizeistatistiken sowie mittels ExpertInnenbefragungen mit professionellen Akteuren aus den Feldern Therapie und Beratung, Polizei und Staatsanwaltschaft betrachtet. Im Vergleich zu urbanen Regionen fallen die Opfergefährdungs- und Häufigkeitszahlen bei Partnergewalt in ländlich geprägten Räumen niedriger aus. Das lässt jedoch nicht zwingend auf eine geringere Ausprägung der – nicht selten auch traumatisierenden – Gewalt im Nahbereich schließen. Die im Stadt-Land-Vergleich divergierenden Befunde weisen für ländlich geprägte Räume neben besonderen Herausforderungen auch Ressourcen auf und können als Argument für einen nicht zuletzt sozialraumspezifischen Umgang mit dem Phänomen sprechen, der in der sozialplanerischen und -politischen wie auch in der direkten Ausgestaltung von traumaberatungs- und -therapierelevanten Angeboten Berücksichtigung finden könnte.
Summary:
Partner violence against women in rural areas: analysis of socio-spatial implications of relevance to the prevention and intervention design
The factors behind intimate partner violence (IVP) have rarely been examined in terms of social spatial differentiation. The following paper integrates police statistics featuring such differentiation, expert interviews with professionals, and municipal data. Rural areas appear to display lower rates of IPV, in terms of risk and frequency. However, this is not to be put down to real differences in the prevalence of such – often traumatic – domestic violence. It could rather be an indication of differing ways of individually responding to such violence in different social spaces. Knowledge of the nature of such rural responses can be valuable in community planning, social policy, and prevention or intervention planning with regard to trauma counseling and trauma therapy services.
 
 
  Stiels-Glenn, Michael
»Du Opfer!« – Geschlecht und Trauma bei Straftätern
    222  -  231
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Kriminalität ist ein männerwendiges Phänomen. Überforderungen durch Geschlechtsrollenstereotypen können Männer zu Straftaten führen. Männer scheinen zudem Traumata eher externalisierend zu verarbeiten. Aus ihrer Biografie kennen Straftäter daher oft die Rolle von Opfern und von Tätern. Betreuung und Therapie von Straftätern sollten sich folgerichtig mit Traumatisierungen und ihrer Auswirkung auf die männliche Identität von Tätern befassen.
Summary:
»You fucking victim!« – Gender and trauma in offenders
Delinquency is a male problem. Excessive demands by gender role stereotypes can cause male delinquency. Men also seem to process trauma externalizing. From their biography offenders often know the role of victims and perpetrators. Counseling and treatment therefore should deal with trauma and its effect on male identity of offenders.
 
 
  Tödte, Martina
Schwangerschaft und Mutterschaft bei jungen, traumatisierten, drogenabhängigen Frauen
    232  -  238
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Der Beitrag will aufzeigen, dass die hohe Prävalenz von Gewalterfahrungen, frühen Traumata, unbehandelten Posttraumatischen Belastungsstörungen sowie Bindungsstörungen bei drogenabhängigen Frauen spezifische und adäquate Hilfsangebote erfordert, insbesondere in der Schwangerschaft und in der Begleitung der Frauen als Mütter. Interventions- und Unterstützungsstrategien müssen Kontinuität, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit aufweisen und für die Gestaltung einer professionellen Arbeitsbeziehung ein Bindungsangebot an die betroffenen Frauen vorhalten. Diese Haltung erfordert Strukturveränderungen: von der bestehenden Kommstruktur der traditionellen Drogenhilfe hin zu einer »Holstruktur«, die ein aktives Zugehen auf die betroffenen Frauen beinhaltet. Vorgestellt werden im Folgenden beispielhaft die zugrunde liegenden Haltungen und Strategien sowie eine Angebotsgestaltung, die sich in der Praxis nicht nur hinsichtlich der betroffenen Frauen, sondern auch bezogen auf deren Kinder bewährt hat.
Summary:
Pregnancy and motherhood in young, traumatised, substance-dependent women
The article draws attention to the fact that the high prevalence of experiences of violence, early trauma, untreated post-traumatic stress disorder and attachment disorders in drug-dependent women require specific and specially tailored support services, particularly for women during pregnancy and post-partum. Interventions and support strategies must be continuous, committed and reliable and include the offer of an attachment relationship with the women concerned. Such an attitude requires structural changes, from the existing »reach out« approach of traditional drug addiction services to a »fetch structure«, which involves actively approaching women who are pregnant and have small children. In what follows we present the basic attitudes and strategies of such an approach and a service structure that has proved beneficial in practice both for the women themselves and, in particular, for their children.
 
 
  Hoffmann, Jeremia Mark; Krause, Rainer; Sachsse, Ulrich; Spang, Jochen; Kirsch, Anke
Mimisch-affektive Verhaltensunterschiede von Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung und Borderline-Persönlichkeitsstörung
Eine clusteranalytische Untersuchung
    240  -  246
  Zusammenfassung >> Summary >>
Zusammenfassung:
Fragestellung: In der vorliegenden Arbeit werden Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) anhand des mimisch-affektiven Verhaltens mittels Clusteranalyse gruppiert. Unter Berücksichtigung von Zusatzdiagnosen, wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), werden die Patientengruppen bezogen auf Leitaffekte und Einschränkungen der affektiven Bandbreite miteinander verglichen.
Methode: Während die Patienten über traumatische Erfahrungen berichteten, wurde mit dem Emotional Facial Action Coding System (EmFACS) das mimisch-affektive Verhalten analysiert und den Primäraffekten zugeordnet.
Ergebnis: In Gruppe 1 dominieren mit »Ärger«, »Verachtung« und »Ekel« die »aggressiven« Affekte, begleitet von einem weitgehenden Ausfall anderer Affekte. In Gruppe 2 nehmen »Ekel«, »Soziales Lächeln« und »Verachtung« den größten Anteil am affektiven Ausdrucksgeschehen ein. In Gruppe 3 ist die volle Bandbreite der Primäraffekte erhalten, wobei am häufigsten »Trauer« gezeigt wird. Die Zusatzdiagnose BPS tritt in den Gruppen 1 und 2 signifikant häufiger als in Gruppe 3 auf.
Diskussion: Vor dem Hintergrund der Bandbreite der mimisch-expressiven Affekte wird der Befund diskutiert, dass die PTBS-Patienten der Gruppen 1 und 2 signifikant häufiger eine Komorbidität mit der BPS haben als die PTBS-Patienten der Gruppe 3.
Summary:
Facial-Affective Behaviour of Patients with Posttraumatic Stress Disorder and Borderline Personality Disorder – A cluster-analytic investigation
Objectives: The present study examined the facial-affective behaviour of patients with posttraumatic stress disorder (PTSD) and borderline personality disorder (BPD). Patients were assigned to clusters which were then compared for emotional numbing and dominant affects.
Methods: During the patients’ reports of traumatic events, their facial-affective behaviour was coded with the Emotional Facial Action Coding System (EmFACS) and assigned to primary affects.
Results: In Cluster 1 the aggressive affects anger, contempt and disgust were dominant to the exclusion of other primary affects. Chief affects expressed in Cluster 2 were disgust, social smiling and contempt. Cluster 3 displayed the full range of primary affects, with grief being the most frequent. BPD as additional diagnosis was significantly more frequent in Clusters 1 and 2 than in Cluster 3.
Discussion: The finding that PTSD patients in Clusters 1 and 2 display a significantly more frequent co-morbidity with BPD than those in Cluster 3 is discussed against the background of the range of facial-expressive affects.
 
Forum
 
 
  Bosse, Brigitte
Tagungsbericht: Wir sind Viele – Opfer ritualisierter Gewalt und organisierter Pädokriminalität
    248  -  249
 
 
  Mitteilungen der DeGPT
    250  -  251
 
 
  Mitteilungen der GPTG
    252  -  253
 
Buchbesprechung
 
 
  Gahleitner, Silke; Hensel, Thomas; Baierl, Martin; Kühn, Martin; Schmid, Marc: Traumapädagogik in psychosozialen Handlungsfeldern
Ein Handbuch für Jugendhilfe, Schule und Klinik (Frank, Christina)
    254  -  254
 
  Jansen Estermann, Colette: Trauma und interkulturelle Gestalttherapie
Traumatischen Erfahrungen mit eigenen Ressourcen begegnen (Bongers, Dieter)
    254  -  255
Die Zeitschrift Trauma & Gewalt jetzt abonnieren, mit Online-Abonnement